RAG Mil-KFZ "Rhein-Ruhr"
Reservistenarbeitsgemeinschaft Militär-Kraftfahrzeuge "Rhein-Ruhr" 
 
 
 

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21. - 26.05.2022

Reise in die Normandie – der „D-Day“ 2022

Ende Mai machten sich 10 Kameraden der RAG auf den Weg, die ehemaligen Schlachtfelder des Jahres 1944 und die Gedenkstätten in der malerischen Landschaft der Normandie zu erkunden. Nach fast drei Jahren Pause (Corona) war es nun wieder möglich, eine gemeinsame Ausfahrt über sechs Tage durchzuführen.
Die Teilnehmer der RAG Mil-KFZ hatten die Absicht, definierte Schauplätze dieser Ereignisse zu besichtigen und den Gefallenen aller Nationen zu gedenken.
Bei „Büchsenlicht“ in der Frühe traf man sich auf einem Parkplatz an der deutsch-niederländischen Grenze und machte sich in einer vorschriftsmäßigen Kolonne (selbstverständlich mit Flaggen und Hinweisschildern) auf die lange Reise. Der Weg führte wieder über die imposante Seine-Brücke „Pont de Normandie“ nach Port-en-Bessin, wo der „Gefechtsstand Haupt“ für die kommenden Tage in einem Hotel am Meer bezogen wurde.
Der Reiseplan leitete die Kameraden an Orte, die Weltgeschichte schrieben: St. Mère-Eglise und Omaha-Beach, um hier Beispiele zu nennen. Neben Museen lagen auch interessante Orte und Punkte in der Landschaft auf dem Programm, wie das Widerstandsnest 62 am Omaha-Beach oder das Weizenfeld, auf dem der Tiger-Panzer 007 vom Panzerkommandanten Michael Wittmann abgeschossen wurde. Nach einem informativen Vortrag über die Schlacht um Villers-Bocage durch OTL d.R. Noltze wurde am kommenden Tag der Ort des Geschehens unter einer taktischen Beurteilung der damaligen Lage be-sichtigt.
Tief eingeprägt hat sich den Teilnehmern der Besuch der Gedenkstätte Mont-Ormel im Kessel von Falaise, wo man einen umfassenden Eindruck des „Korridor des Todes“ bekommen konnte.
Die Marschkolonne aus drei Mercedes „Wolf“ und einem T5 „Widder“ wurde von den Einheimischen durchweg positiv wahrgenommen; oftmals wurde freudig zugewunken und auch gehupt.
Diese militärhistorische Exkursion bleibt allen Teilnehmern noch lange in Erinnerung. Sie zeigte eindeutig: aus früheren Gegnern auf dem Schlachtfeld sind nun Partner und Freunde geworden, frei nach dem Motto der Deutsch-Französischen Brigade: „Un devoir d’excellence! / Dem Besten verpflichtet!“

Text: Mark Olaf Janssen, SF d.R.

19.02.2022

Operation „Nachteule“

Mit der Verlege- und Orientierungsübung „Nachteule“ stellte die RAG Mil-KFZ „Rhein-Ruhr“ das vorhandene Wissen im Kartenlesen und Orientieren bei Dunkelheit erneut wieder erfolgreich unter Beweis!

Bei recht dürftigen Witterungsbedingungen („Grenadier-Wetter“)  und anbrechender Dunkelheit verlegten sieben Militär-KFZ („Wolf“, „Greenliner“, Land Rover) im Rahmen einer fiktiven Lage in den Raum Reichswald bei Kleve. Es galt, fünf Punkte auf der Karte mit Hilfe des Koordinaten-Systems zu identifizieren und anzufahren. Dazu wurden drei Marschpäckchen à zwei KFZ gebildet: November-Echo 1, 2 und 3.  Das KFZ der Übungs-Leitung (Yankee 3), markiert mit weißen Kreuzen als Schiedsrichter, bildete die Marsch-überwachung.

Auf dem Marsch hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit, Ihre Kennnisse der Fernmelde-Sprache zu demonstrieren. An den jeweiligen Punkten waren Aufgaben zu lösen und zu dokumentieren.

Alle Marschpäckchen erreichten nach erfolgreicher Auftragserfüllung den Verpflegungs- und Sammelpunkt, wo nach Übungsende und Abschluss-besprechung eine wärmende Suppe eingenommen wurde.

Orientierungs-Übungen dieser Art werden künftig einen festen Bestandteil der Jahresplanung bilden, so waren sich alle Teilnehmer einig!

Text:            Mark Olaf Janssen, SF d.R.




25.09.2021

Am 25.09.2021 fand auf dem Standortübungsplatz Wesel ein Geländetag der RAG statt. Dieser hatte den Schwerpunkt Fernmelden. Der Umgang mit den Funkgeräten und die richtige Betriebssprache wurden dabei geübt. Es mussten verschiedene Punkte auf dem Übungsplatz angefahren werden. Dort angekommen wurde via Bezugspunktverfahren der Standort ermittelt und per Funk an den Gefechtsstand übermittelt.

Am diesem Tag durften wir insgesamt 10 Gäste begrüßen. Darunter langjährige Freunde und Kameraden aus verschiedenen anderen Kreisgruppen sowie die Kameraden der RAG Mil Ausb Ruhrtal. Durch die hohe Anzahl von Fahrzeugen wurde sichergestellt, dass jedes Fahrzeug mindestens mit zwei Kameraden besetzt war. Die Position des Fahrers und Funkers wurde auch gerne getauscht, und so hatte jeder Teilnehmer die Möglichkeit beide Aufgaben kennen zu lernen.

Verpflegt wurde im Feld mit Erbsensuppe und Kuchen. Selbstgemacht... versteht sich.

Auch der neue Schlachtruf der RAG feierte Premiere.

"Antennen - hoch"     "Motoren - an"     "RAG - Marsch!"



18.09.2021

Am 18.09.2021 fand auf der Standortschießanlage Emmerich das diesjährige Öffentlichkeitsschießen statt.

80 geladene Gäste konnten dort das schießen mit der P8 und dem G36 erleben.

Zusätzlich präsentierte sich dort auch die RAG Mil-Kfz Rhein Ruhr. Mit 7 Fahrzeugen wurde eine große Bandbreite der Fahrzeuge gezeigt, die in der RAG vertreten sind. Vom Iltis über den Wolf bis hin zum Greenliner. Die interessierten Gäste konnten sich an den Fahrzeugen direkt informieren und auch die Fahrer standen für jede Frage bereit. Somit gab es einen kleinen Einblick über die Entwicklung der Geländewagen der Bundeswehr aber auch die der anderen Nationen.


Die RAG Mil-KFZ „Rhein-Ruhr“ auf dem Marsch              Mai 2019

"Wir hatten ja nichts"

In diesem Jahr jährt sich der „D-Day“, die Landung der Alliierten in der Normandie, zum 75. Mal. Dies nahm sich eine Abordnung der RAG Mil-KFZ „Rhein-Ruhr“ zum Anlass, im Rahmen einer militärhistorischen Exkursion mit ihren Fahrzeugen Mercedes G250 „Wolf“ die Landungsstrände der Invasion zu „erfahren“.

Es ist eine Ausfahrt durch das Europa der heutigen Zeit, in der alles als normal hingenommen wird, was damals undenkbar war. Freie Fahrt über die Grenzen dreier Staaten hinweg, dazu das freundliche Zuwinken der französischen Einwohner und die positiven Reaktionen auf die deutschen Militärfahrzeuge, die übrigens mit französischer und deutscher Flagge ausgestattet sind, „das ist schon etwas ganz Besonderes“, so Hauptfeldwebel der Reserve Mark Olaf Janssen. Er hat die Tour ausgearbeitet, die entlang der Landungsstrände bis zur Pegasus Bridge im Osten und zu den Landezonen der 82. und 101. Airborne Division rund um St. Mère-Église im Westen führt. Im Vorfeld der Feierlichkeiten zum Jahrestag am 6. Juni konnte man die Vorbereitungen der Gemeinden erkennen, die die Gedenkstätten säuberten und mit Blumen schmückten. Für die Franzosen ist der „D-Day“ nicht nur eine militärische Operation, sondern der Auftakt zur Befreiung des gesamten Landes von deutscher Besatzung. Dies bleibt trotz allen Kommerzes deutlich erkennbar. Neben den ehemals deutschen Befestigungslinien am Omaha-Beach, dem Widerstandsnest 62, welches mit dem MG-Schützen Hein Severloh traurige Berühmtheit erlangte, statteten die Reservisten der RAG auch dem amerikanischen Soldatenfriedhof einen Besuch ab. Am Ende dieser eindrucksvollen Exkursion gedachte man gemeinsam auf dem deutschen Soldatenfriedhof La Cambe allen Kriegsopfern dieser Zeit.

Die Rückreise führte die „Wölfe“ über das moderne Brückenbauwerk über die Seine, der „Pont de Normandie“. Alle Fahrzeuge bewältigten die lange Strecke pannenfrei.  Der damals eingeschlagene Weg von der Landung in der Normandie bis zum heutigen Europa steht für eine Erfolgsgeschichte, denn „wir hatten ja nichts“, urteilt der Obergefreite der Reserve Michael Huschens.

 

Text:             Mark Olaf Janssen

 

 

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