RAG Mil-KFZ "Rhein-Ruhr"
Reservistenarbeitsgemeinschaft Militär-Kraftfahrzeuge "Rhein-Ruhr" -
 
 
 








Die RAG Mil-KFZ „Rhein-Ruhr“ auf dem Marsch

"Wir hatten ja nichts"

In diesem Jahr jährt sich der „D-Day“, die Landung der Alliierten in der Normandie, zum 75. Mal. Dies nahm sich eine Abordnung der RAG Mil-KFZ „Rhein-Ruhr“ zum Anlass, im Rahmen einer militärhistorischen Exkursion mit ihren Fahrzeugen Mercedes G250 „Wolf“ die Landungsstrände der Invasion zu „erfahren“.

Es ist eine Ausfahrt durch das Europa der heutigen Zeit, in der alles als normal hingenommen wird, was damals undenkbar war. Freie Fahrt über die Grenzen dreier Staaten hinweg, dazu das freundliche Zuwinken der französischen Einwohner und die positiven Reaktionen auf die deutschen Militärfahrzeuge, die übrigens mit französischer und deutscher Flagge ausgestattet sind, „das ist schon etwas ganz Besonderes“, so Hauptfeldwebel der Reserve Mark Olaf Janssen. Er hat die Tour ausgearbeitet, die entlang der Landungsstrände bis zur Pegasus Bridge im Osten und zu den Landezonen der 82. und 101. Airborne Division rund um St. Mère-Église im Westen führt. Im Vorfeld der Feierlichkeiten zum Jahrestag am 6. Juni konnte man die Vorbereitungen der Gemeinden erkennen, die die Gedenkstätten säuberten und mit Blumen schmückten. Für die Franzosen ist der „D-Day“ nicht nur eine militärische Operation, sondern der Auftakt zur Befreiung des gesamten Landes von deutscher Besatzung. Dies bleibt trotz allen Kommerzes deutlich erkennbar. Neben den ehemals deutschen Befestigungslinien am Omaha-Beach, dem Widerstandsnest 62, welches mit dem MG-Schützen Hein Severloh traurige Berühmtheit erlangte, statteten die Reservisten der RAG auch dem amerikanischen Soldatenfriedhof einen Besuch ab. Am Ende dieser eindrucksvollen Exkursion gedachte man gemeinsam auf dem deutschen Soldatenfriedhof La Cambe allen Kriegsopfern dieser Zeit.

Die Rückreise führte die „Wölfe“ über das moderne Brückenbauwerk über die Seine, der „Pont de Normandie“. Alle Fahrzeuge bewältigten die lange Strecke pannenfrei.  Der damals eingeschlagene Weg von der Landung in der Normandie bis zum heutigen Europa steht für eine Erfolgsgeschichte, denn „wir hatten ja nichts“, urteilt der Obergefreite der Reserve Michael Huschens.

 

Text:             Mark Olaf Janssen

 

 

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